Mail-App konfigurieren
Der in edulution Plattform integrierte E-Mail-Client greift nicht über die Mailcow-Oberfläche auf den Mailserver zu, sondern spricht IMAP, SMTP, ManageSieve und die Mailcow-API direkt an. Alle dafür nötigen Angaben werden in den Einstellungen der Mail-App gepflegt – die Konfiguration per Umgebungsvariable entfällt.
:::caution Nur Global-Admin Die App-Einstellungen sind ausschließlich für Global-Administratoren sichtbar und änderbar. :::
Einstellungen aufrufen
- Einstellungen (Zahnrad-Symbol) im Menü rechts unten öffnen
- In der linken Seitenleiste die App E-Mails wählen
Die Seite ist in mehrere Abschnitte gegliedert:
| Abschnitt | Inhalt |
|---|---|
| URL | Adresse der Mailcow-API |
| API-Schlüssel | Schlüssel für die Mailcow-API |
| Allgemein | Theme der Webmail-Oberfläche |
| Mailserver | IMAP, SMTP, ManageSieve, DAV und Standard-Signatur des integrierten Clients |
| Mailbox-Verwaltung | Mailcow-Mailboxen anlegen, bearbeiten und löschen – siehe Mailboxen und geteilte Postfächer |
| Externe Mail-Provider | Vorlagen für die Sync-Jobs der Benutzer |
| Container | Zustand der zugehörigen Docker-Container |
Änderungen werden erst mit Speichern wirksam. Die API übernimmt sie anschließend ohne Neustart – Verbindungen zu IMAP, SMTP, ManageSieve und der Mailcow-API werden mit den neuen Werten aufgebaut.
URL und API-Schlüssel
Die Abschnitte URL und API-Schlüssel stehen ganz oben auf der Seite und verweisen auf die Mailcow-API. Sie werden für alles benötigt, was nicht über IMAP läuft: Mailbox-Verwaltung, Domainliste, Sync-Jobs und Absenderrechte.
- URL – Basis-URL der Mailcow-Instanz, z. B.
https://mail.ihre-schule.de - API-Schlüssel – ein in Mailcow unter System → Konfiguration → Zugang → API im Bereich Lese-Schreib-Zugriff hinterlegter Schlüssel
Bleiben die Felder leer, greifen die Umgebungsvariablen MAILCOW_API_URL und MAILCOW_API_TOKEN des API-Containers als Rückfallebene.
Allgemein
Theme steuert das Erscheinungsbild der SOGo-Webmail-Oberfläche (hell oder dunkel). Das Theme gilt systemweit für alle Benutzer; ein Wechsel startet die zugehörigen Container neu. Die Theme-Versionsprüfung meldet, wenn für das gewählte Theme eine neuere Version vorliegt.
Mailserver
Dieser Abschnitt beschreibt dem integrierten Client, wie er den Mailserver erreicht.
IMAP und SMTP
| Feld | Bedeutung | Standard |
|---|---|---|
| IMAP-Server | FQDN des IMAP-Servers, z. B. imap.ihre-schule.de | – |
| SMTP-Server | FQDN des SMTP-Servers, z. B. smtp.ihre-schule.de | – |
| IMAP Port | Port des IMAP-Servers | 993 |
| SMTP Port | Port des SMTP-Servers | 587 |
| Nicht zertifizierte Verbindungen ablehnen | Zertifikatsprüfung für IMAP, SMTP, ManageSieve und die Mailcow-API | aus |
IMAP- und SMTP-Server werden getrennt eingetragen. Das ist nötig, wenn die beiden Dienste nicht unter demselben Namen erreichbar sind – etwa weil ein vorgelagerter Reverse-Proxy nur einen der beiden Ports weiterreicht und Dovecot beziehungsweise Postfix direkt angesprochen werden müssen. Laufen beide Dienste unter demselben Namen, tragen Sie ihn in beide Felder ein.
Ein vorangestelltes http:// oder https:// wird beim Speichern automatisch entfernt; es genügt der reine Hostname.
Fehlt ein Eintrag, meldet die E-Mail-App:
| Meldung | Ursache | Abhilfe |
|---|---|---|
| „Auslesen der 'IMAP-Konfiguration' ist nicht möglich“ | IMAP-Server oder IMAP Port ist leer | Beide Felder ausfüllen und speichern |
| „SMTP-Verbindung fehlgeschlagen“ | SMTP-Server ist leer; ein leerer SMTP Port wird als 587 gewertet | SMTP-Server eintragen und speichern |
Der Client wählt die Transportverschlüsselung anhand der eingetragenen Portnummer:
| Dienst | Port | Verhalten |
|---|---|---|
| IMAP | 993 | Implizites TLS |
| IMAP | jeder andere Port | STARTTLS, sofern der Server es anbietet – sonst bleibt die Verbindung unverschlüsselt |
| SMTP | 465 | Implizites TLS |
| SMTP | 587 (oder anderer Port) | STARTTLS ist Pflicht – bietet der Server es nicht an, schlägt der Versand fehl |
| ManageSieve | jeder Port | STARTTLS, sofern der Server es anbietet – sonst bleibt die Verbindung unverschlüsselt |
Ein eigener Schalter für die Verschlüsselung existiert deshalb nicht.
Ist Nicht zertifizierte Verbindungen ablehnen ausgeschaltet, akzeptiert die API jedes Zertifikat – auch ein selbstsigniertes oder eines, das auf einen anderen Namen ausgestellt ist.
Aktivieren Sie den Schalter nur, wenn IMAP-, SMTP- und ManageSieve-Server sowie die Mailcow-API unter einem Hostnamen erreicht werden, den ihr Zertifikat abdeckt. Deckt das Zertifikat den eingetragenen Namen nicht ab, schlagen die Verbindungen fehl.
Bei edulution-mail bleibt der Schalter deshalb aus: Die internen Namen dovecot, postfix und mailcowdockerized-nginx-mailcow-1 aus der Installation deckt das Zertifikat nicht ab.
ManageSieve
Über ManageSieve verwaltet die Mail-App serverseitige Filterregeln, Weiterleitungen und automatische Antworten.
| Feld | Bedeutung | Standard |
|---|---|---|
| ManageSieve-Server | FQDN des ManageSieve-Servers | identisch mit dem IMAP-Server |
| ManageSieve-Port | Port des ManageSieve-Servers | 4190 |
Bleibt das Feld ManageSieve-Server leer, verwendet die API den unter IMAP-Server eingetragenen Host.
DAV
Zwei Funktionen des Clients sprechen nicht IMAP, sondern die DAV-Schnittstelle von SOGo an: die Rechtevergabe für Postfach-Freigaben und die Synchronisation der Sprache in die Webmail-Oberfläche.
| Feld | Bedeutung | Standard |
|---|---|---|
| DAV-URL | Basis-URL des Groupware-DAV-Servers inklusive Pfad, muss auf /dav enden, z. B. https://mail.ihre-schule.de/SOGo/dav/ | leer |
| DAV: Nicht zertifizierte Verbindungen ablehnen | Zertifikatsprüfung des DAV-Servers | ein |
Bleibt die DAV-URL leer, greift die API auf die DAV-Konfiguration der Kalender-App zurück – einschließlich deren Einstellung zur Zertifikatsprüfung. Der Schalter DAV: Nicht zertifizierte Verbindungen ablehnen wirkt also erst, wenn hier eine eigene URL hinterlegt ist. IMAP und SMTP sind davon nicht betroffen.
Standard-Signatur
Die hier hinterlegte Signatur wird beim Verfassen einer neuen E-Mail automatisch angefügt. Der Editor übernimmt HTML, Links und Bilder unverändert.
Eingebettete Bilder vergrößern jede gesendete E-Mail. Der Editor warnt ab einer Bildgröße, die spürbar ins Gewicht fällt – verwenden Sie nach Möglichkeit ein Logo unter 100 KB.
Externe Mail-Provider
Damit Benutzer E-Mails aus einem bestehenden Postfach abholen können, legt der Administrator hier die Provider an, die im Sync-Job zur Auswahl stehen. Benutzer tragen die Serverdaten also nicht selbst ein, sondern wählen nur noch einen Eintrag aus der Liste und ergänzen ihre Zugangsdaten – siehe Benutzer: E-Mails migrieren.
Provider anlegen
Die Schaltfläche Hinzufügen unter der Tabelle Externe Mail-Provider öffnet den Dialog E-Mail-Provider anlegen:
| Feld | Bedeutung |
|---|---|
| Name | Anzeigename in der Auswahlliste, z. B. GMX |
| Hostname | IMAP-Server des Anbieters, z. B. imap.gmx.net |
| Port | IMAP-Port, üblicherweise 993 |
| Verschlüsselung | SSL, TLS oder PLAIN |
Der Name darf die Zeichen / ( ) { } * % " \ nicht enthalten. Er dient zugleich als Name des Zielordners, in dem die importierten E-Mails im edulution-Postfach landen; Umlaute werden dabei ersetzt.
Ein Klick auf eine Zeile öffnet den Eintrag zum Bearbeiten (E-Mail-Provider bearbeiten). Zum Entfernen markieren Sie die Zeilen und wählen Löschen. Das Löschen eines Providers entfernt keine bereits angelegten Sync-Jobs – diese laufen mit den beim Anlegen übernommenen Serverdaten weiter.
Host, Port und Verschlüsselung eines Providers sind ausschließlich für Global-Administratoren lesbar. Die Auswahlliste im Benutzerbereich enthält nur Kennung und Name des Providers; die Serverdaten setzt die API beim Anlegen des Sync-Jobs selbst ein. Die interne Struktur des Mailservers wird Benutzern damit nicht offengelegt.
Siehe auch
- Mailboxen und geteilte Postfächer – Mailboxen aus edulution Plattform heraus verwalten
- Administration – Mailcow-Oberfläche und Webmail
- Server-Einstellungen – dieselben Daten für externe Mail-Clients
- Admin: Migration einrichten – Sync-Jobs für die Migration
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