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Standalone einrichten

Diese Anleitung nimmt einen Satelliten eigenständig in Betrieb – ohne Anbindung an eine zentrale edulution-Instanz. Sie öffnen die Oberfläche, durchlaufen den Setup-Wizard und melden sich an. Danach verwalten Sie den Satelliten lokal über seine eigene Oberfläche: Netze, Dienste und Passwort.

Zentral verwalteter Betrieb

Für Pairing, Auto-Deploy und zentrale Netze über WireGuard folgen Sie stattdessen der Einrichtung mit edulution.

Voraussetzungen

  • Ein edulution Satellite mit installierter Satelliten-Software (die drei Container laufen), am Strom und mit ether1 am Uplink.

1. Oberfläche öffnen

Schließen Sie einen Laptop an den Management-Port ether3 an – er erhält automatisch per DHCP eine Adresse aus 192.168.99.0/24 – und öffnen Sie im Browser https://192.168.99.1/.

Alternativer Zugang

Die Oberfläche ist auch über die WAN-Adresse von ether1 erreichbar: https://<router-ip>/.

Beim ersten Aufruf startet automatisch der Setup-Wizard.

2. Modus „Standalone" wählen

Der Wizard begrüßt Sie mit Welcome to edulution-satellite – Choose how you want to set up this satellite und bietet zwei Kacheln an. Wählen Sie die linke:

  • StandaloneConfigure manually – set up networks, services, and credentials yourself. Das ist der eigenständige Betrieb.
  • Edulution – Anbindung an eine zentrale edulution-Instanz; hier nicht gewünscht.

Modus-Auswahl: Standalone

Auto-Provisioning-Bildschirm erscheint zuerst?

Zeigt der Wizard zunächst den Hinweis This satellite was auto-provisioned…, klicken Sie unten auf Configure manually instead – dann erscheint diese Modus-Auswahl.

3. Admin-Zugangsdaten setzen

Im Schritt Admin Credentials vergeben Sie die Zugangsdaten für die Satelliten-Oberfläche – Username, Password und Confirm Password – und klicken unten rechts auf Apply & Finish.

Admin-Zugangsdaten setzen

Schritt „Geräteverbindung"

Auf MikroTik-Geräten richtet der Installer die Geräteverbindung bereits ein; der Wizard überspringt diesen Schritt automatisch.

Anschließend läuft ein kurzes Setup, danach erscheint die Login-Seite.

4. Anmelden

Melden Sie sich mit den soeben gesetzten Zugangsdaten an.

Login-Seite

Fertig – der Satellit läuft standalone und zeigt das Dashboard.

Dashboard des Satelliten

Satellit als virtuelle Maschine

Der Satellit läuft nicht nur auf MikroTik-Hardware, sondern auch als Linux-VM mit denselben drei Containern. Für den Standalone-Betrieb ändert sich fast nichts – der Wizard ist derselbe:

  • Zugang: über IP oder Hostname der VM (https://<vm-ip>/). Der Management-Port ether3 aus Schritt 1 ist MikroTik-spezifisch und entfällt.
  • Wizard: identisch – Standalone wählen → Admin Credentials setzen → Apply & Finish → anmelden. Der MikroTik-Schritt zur Geräteverbindung entfällt, der Wizard geht direkt von der Modus-Auswahl zu den Zugangsdaten.
  • Danach: dasselbe Dashboard und dieselbe lokale Verwaltung.

VM-Modus – Dashboard nach dem Standalone-Setup

Netzwerk-Scans in der VM

Im VM-Modus laufen Netzwerk-Scans über einen Helfer-Container. Bis dieser läuft, erscheint der Hinweis Enable NAPI to perform network scans.

Nach der Einrichtung

Alles Weitere passiert lokal in der Satelliten-Oberfläche – eine edulution-Instanz wird dafür nicht benötigt:

  • Networks – eigene Netze und VLANs anlegen.
  • Services – Dienste wie mDNS, RADIUS, KMS, DHCP-Relay oder File Server konfigurieren und starten.
  • Settings – unter anderem das Admin-Passwort ändern.

Einstellungen des Satelliten

Ein Beispiel für das Konfigurieren und Starten eines Dienstes finden Sie unter Dienste starten.

Später an edulution anbinden

Ein standalone eingerichteter Satellit lässt sich jederzeit nachträglich zentral anbinden:

  1. Settings → Unpair & Reset – setzt den Verbindungszustand zurück und startet den Wizard neu.
  2. Im Wizard den Modus Edulution wählen und die edulution-URL angeben.
  3. Den Satelliten anschließend in edulution akzeptieren – siehe Einrichtung mit edulution.
Wird dafür WireGuard benötigt? Nein.

Die zentrale Verwaltung und Steuerung läuft über die WebSocket-Verbindung zwischen Satellit und edulution: edulution sendet Befehle und API-Aufrufe über diese Verbindung, der Satellit ruft dafür lokal seine eigene API auf. Der Satellit ist damit online und voll steuerbar, auch ohne WireGuard-Tunnel.

WireGuard wird nur zusätzlich aufgebaut, wenn Sie die Funktion Zentrales Netzwerk nutzen – also ein zentrales bzw. linuxmuster-Netz über den Tunnel an den LAN-Ports des Satelliten bereitstellen möchten.